Forellen und Äschen

Mit dieser Überschrift verfasste der Lyriker und FLJ-Mitglied Herbert Pira, über Jahrzehnte passionierter Jäger und Angler sowie Arzt mit leidenschaftlicher Hingabe an seinen Beruf, das nachfolgende Gedicht. Der Text könnte bei zartbesaitetem Empfinden und engagiertem tierschützerischem Gefühl zwiespältige Reaktionen hervorrufen. Der Webredaktion kommt es darauf an, ehrliche Ausdrucksformen von Angel/Jagdleidenschaft mit einem möglichen Blick in die reale Gefühlswelt der Akteure auch für Unbeteiligte glaubwürdig zum Aufschein zu bringen. Das, was der Jäger, Fischer oder Angler wirklich erlebt sollte m. E. offen gezeigt werden, um die Jagd bzw. Fischerei als Lebensform des Menschen im Konfliktfalle überhaupt erst vertreten und verteidigen zu können.

Golden schäumendes Bier
Befleckt die braunen Tische
Mit sinnenloser Gier.

Es zucken die Fische
Im Korb. Die Lichter
Beflammen sich dichter.

Blutige Holzdielen
In grauen Schattenspielen
Spiegeln das Brot.

Es zucken die Fische
Schleimig und halbtot,
Die Köpfe rot und grün.

Die Schuppen sprüh`n
Und knistern schön
Am braunen, befleckten Tische.

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